Tryba : Holzfenster, Holzhaustüren, Rollladen

 

Presse




          Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
          Samstag, 19. Juni 2010

          Fensterbauer seit 100 Jahren am Markt

          Kamenz


          Die Tryba Bernsdorfer
          GmbH strebt im Jubiläums-
          Jahr ein Umsatzziel von
          sieben Millionen an. Die
          Bücher sind bestens gefüllt.

          Von Ina Förster


          In dieser Woche wurde im Kamenzer Werk der Tryba Bernsdorfer GmbH richtig rangeklotzt. Das ganze
          natürlich neben den beiden laufenden Schichten, die sowieso immer zu bewältigen sind. Das Bürogebäude
          bekam einen frischen Anstrich, das Außengelände wurde gehegt und gepflegt. Eine kleine Ausstellung zur Firmengeschichte entstand. Grund dafür ist der 100. Geburtstag des Betriebes. Diesen will die
          Geschäftsführung heute zusammen mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland und der
          gesamten Belegschaft feiern. Auch der Firmenchef, Johannes Tryba, reist dafür aus Frankreich an.
          Seit zwölf Jahren bietet das Gelände der ehemaligen Lausitzer Keramik an der Güterbahnhofstraße in
          Kamenz der Firma eine Heimstatt.

          Modernste Technik lohnt sich

          Holzfenster und -türen gehen von hier aus auf die Baustellen von ganz Europa. „Über die Grenzen Deutschlands hinaus sind wir vor allem in Frankreich und in der Schweiz am Markt. Architekten, Handwerker und Bauunternehmer und Händler, aber auch wenige Endkunden, die Bauherren selbst – alle, die nach maßgeschneiderten Lösungen für ihren speziellen Anspruch suchen, sind unsere Kunden“, erklärt Geschäftsführer Klaus Handschug. Der Franke leitet die Firma seit sechs Jahren. Und freut sich über den Aufwärtstrend. „Durch eine große Investition vor zwei Jahren konnte man den Kundenwünschen noch besser und schneller gerecht werden“, erzählt er. Ganze zwei Millionen investierte die Firma in die Anschaffung einer neuen UC-Matic Fensterfertigungsanlage mit Einzelteilfertigung und später noch einmal in eine Oberflächenbeschichtung der neuesten Generation - den Vier-Schichtaufbau der Farbgebung. Das war die richtige Entscheidung. Seitdem ging es aufwärts und von allgemeiner Wirtschaftskrise merkte man hier nichts. Im Gegenteil: Aktuell sind im Werk 44 Mitarbeiter und 27
          Klaus Handschug leitet die Firma seit sechs Jahren in Kamenz.
          Er und seine Mitarbeiter haben Grund zur Freude. Der Umsatz stimmt,
          in den kommenden Jahren soll sogar erweitert werden.
          Foto: René Plaul

          Zeitarbeiter beschäftigt. „Unsere Produktionskapazitäten sind zweischichtig und später noch einmal in eine Oberflächenbeschichtung der neuesten Generation - den Vier-Schichtaufbau der Farbgebung. Das war die richtige Entscheidung. Seitdem ging es aufwärts und von allgemeiner Wirtschaftskrise merkte man hier nichts. Im Gegenteil: Aktuell sind im Werk 44 Mitarbeiter und 27 Zeitarbeiter beschäftigt. „Unsere Produktionskapazitäten sind zweischichtig ausgelastet. Bis Ende Mai haben die Mitarbeiter die gestellten Budgetvorhaben auf jeden Fall erfüllt“, freut sich Klaus Handschug. „In den nächsten zwei Jahren haben wir vor, noch eine weitere CNC-Maschine anzuschaffen.“ Das Kamenzer Tryba-Werk ist übrigens das einzige der europaweiten, großen Atrya-Gruppe, welches Holzfenster herstellt. Holzfenster und -türen sehen gut aus und liegen im Trend, denn Holz gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen und bringt ein Stück Natur ins Wohnen.

          Spannende Firmengeschichte
          Kein Wunder also, dass die Firma 2010 ein Umsatzziel von ganzen sieben Millionen anstrebt. Und dieses ist realistisch. Heute nun zur Firmen-Feier soll vor allem auch zurück geblickt werden in die Geschichte. Denn wer weiß heute noch, dass einst Otto Schneider aus Bernsdorf das Geschäft 1910 gründete? Damals produzierte er Baracken, Holzhäuser, Flugzeughallen sowie Bau- und Möbeltischlerei-Erzeugnisse. Zwischen 1936 bis 1938 wurde die Belegschaft sogar von 500 auf 1000 Leute verstärkt. 1945 enteignete die Sowjetarmee das Unternehmen und demontierte es. Anschließend wurde es in Volkseigentum überführt. Der Wiederaufbau erfolgte schon ein Jahr später unter dem Namen VEB Holzbauwerke Bernsdorf. Unter anderem wurden hier Standard-Holzhäuser für die Sowjetunion gebaut sowie auch damals schon Türen und Fenster. In den darauf folgenden Jahren passierte einiges: Eine eigene Kindertagesstätte, Sanitätsstelle, Betriebsküche sowie Sporthalle entstanden. Ab 1965 bildete die Firma auch Lehrlinge aus. Noch 1974 zählte die Belegschaft immerhin 420 Mitarbeiter und es wurden etwa 94 000 Thermo-Fenster und 65 000 Türen in einem Jahr gefertigt. Seit 1985 exportierte das Werk sogar seine Holzfenster in die BRD.

          Kleine Ausstellung
          Das alles und noch mehr können die Gratulanten heute in einer kleinen Exposition entdecken. Auch wenn Tryba Bernsdorfer ihre Holzfenster hauptsächlich über ein weit verbreitetes Händlernetz vertreibt, wäre es schön, wenn man die etwas versteckte Firma in allen Ausmaßen etwas mehr in der Lessingstadt wahrnehmen würde.


          Artikel_19062010.pdf_____________________________________________

          Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
          Dienstag, 23. Juni 2009

          Volle Auftragsbücher bei Fensterbauern

          Von Ina Förster

          Unitec 12 und Univar 12 arbeiten dröhnend vor sich. Sie sind zwei von vier hypermodernen Maschinen der größten Anlage im Kamenzer Tryba-Werk. Das Herzstück der Holzfensterbau-Firma sozusagen.
          Nur mit Lärmschutzvorkehrungen hält man es hier aus. Denn trotz Hochtechnologie bedarf es schließlich immer noch reichlich Menschen, die selbige bedienen. Geschäftsführer Klaus Handschug grüßt nach links und rechts.
          Dort ein Hinweis, da ein Frage. Zum Vorort-Termin mit der Presse gibt es viel zu erklären in den Hallen. Immerhin 7000 Quadratmeter Produktionsfläche stehen bereit.

          Zwei Millionen investiert

          Ehemals gehörten diese zum DDR-Betrieb „Lausitzer Keramik“. Seit elf Jahren bieten sie nun der heutigen Tryba Bernsdorfer GmbH eine Heimstatt. Holzfenster und -türen gehen von hier aus auf die Baustellen von ganz Europa. „Über die Grenzen Deutschlands hinaus sind wir vor allem in Frankreich und in der Schweiz am Markt. Architekten, Handwerker und Bauunternehmer, Händler und Wiederverkäufer, aber auch Endkunden, die Bauherren selbst – alle, die nach maßgeschneiderten Lösungen für ihren speziellen Anspruch suchen, sind unsere Kunden“, erklärt der Chef. Während das Dröhnen der großen Anlage langsam leiser wird, kommen wir in die Nachfertigsabteilung. Hier arbeiten auch einige Frauen. Den Löwenanteil der Belegschaft nehmen aber trotzdem die Männer ein. 50 Arbeitnehmer stehen derzeit hier in Lohn und Brot. Man konnte 2009 sogar neue Leute einstellen. Von Wirtschaftskrise ist also glücklicherweise nichts zu merken. „Der Standort Kamenz ist sicher. Wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Auftragslage. Bislang können wir im Vergleich zum Vorjahr schon eine 30- prozentige Umsatzsteigerung verzeichnen“, so Handschug. Der Franke leitet die Firma seit fünf Jahren. Und freut sich über den Aufwärtstrend. „Die letzten Jahre ging es mehr oder weniger immer bergab. Die Talfahrt konnten wir aber mit unserer großen Investition vor zwei Jahren langsam stoppen.“ Ganze zwei Millionen investierte die Firma damals in die Anschaffung einer neuen UC-Matic Fensterfertigungsanlage mit Einzelteilfertigung und später noch einmal in eine Oberflächenbeschichtung der neuesten Generation – den Vier-Schichtaufbau der Farbgebung.
          Gerade kommen wieder ein paar riesige Fenster aus dieser vollautomatischen Farbstraße geschwebt. Dunkelbraun sind sie und äußerst individuell gearbeitet. Keine Ware von der Stange eben. Ob quadratisch, rechteckig, rund, oval, dreieckig, mit Schrägelementen oder ohne, ein- oder mehrflügelig, mit oder ohne Oberlicht, kombiniert mit Zierelementen in verschiedenen Optiken, Farben und Sprossen – das Angebot scheint schon im Vorübergehen unüberschaubar groß. Liegt in dieser Individualität der Erfolg begründet?

          Export nach Frankreich läuft

          „Ich denke schon,“ so Klaus Handschug, „und wahrscheinlich auch im Werkstoff selbst. Holzfenster und - türen sehen gut aus und liegen im Trend, denn Holz gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen und bringt ein Stück Natur ins Wohnen.“ Das Kamenzer Tryba-Werk ist übrigens das einzige der europaweiten, großen Atrya-Gruppe, welches Holzfenster herstellt. Verarbeitet werden hier verleimte Kiefer- beziehungsweise Meranti-Rohlinge, es können aber auch Fichte, Lärche, Eiche oder Eukalyptus eingesetzt werden. Hunderte Fensterelemente warten im Versand sicher verpackt auf ihren Abtransport.
          Vor allem wie gesagt nach Frankreich. Dass gerade der Export Heimatland des Mutterwerkes so super läuft, freut alle Beteiligten. „Einige sinnvolle Konjunkturpakete haben dort eben bereits gegriffen. Davon könnte sich Deutschland manchmal noch eine Scheibe abschneiden“, meint Klaus Handschug.

          SZ-Artikel als Download:
          Tryba Kamenz.pdf