Tryba : Holzfenster, Holzhaustüren, Rollladen

 

Presse





Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Dienstag, 23. Juni 2009

Volle Auftragsbücher bei Fensterbauern

Von Ina Förster

Unitec 12 und Univar 12 arbeiten dröhnend vor sich. Sie sind zwei von vier hypermodernen Maschinen der größten Anlage im Kamenzer Tryba-Werk. Das Herzstück der Holzfensterbau-Firma sozusagen.
Nur mit Lärmschutzvorkehrungen hält man es hier aus. Denn trotz Hochtechnologie bedarf es schließlich immer noch reichlich Menschen, die selbige bedienen. Geschäftsführer Klaus Handschug grüßt nach links und rechts.
Dort ein Hinweis, da ein Frage. Zum Vorort-Termin mit der Presse gibt es viel zu erklären in den Hallen. Immerhin 7000 Quadratmeter Produktionsfläche stehen bereit.

Zwei Millionen investiert

Ehemals gehörten diese zum DDR-Betrieb „Lausitzer Keramik“. Seit elf Jahren bieten sie nun der heutigen Tryba Bernsdorfer GmbH eine Heimstatt. Holzfenster und -türen gehen von hier aus auf die Baustellen von ganz Europa. „Über die Grenzen Deutschlands hinaus sind wir vor allem in Frankreich und in der Schweiz am Markt. Architekten, Handwerker und Bauunternehmer, Händler und Wiederverkäufer, aber auch Endkunden, die Bauherren selbst – alle, die nach maßgeschneiderten Lösungen für ihren speziellen Anspruch suchen, sind unsere Kunden“, erklärt der Chef. Während das Dröhnen der großen Anlage langsam leiser wird, kommen wir in die Nachfertigsabteilung. Hier arbeiten auch einige Frauen. Den Löwenanteil der Belegschaft nehmen aber trotzdem die Männer ein. 50 Arbeitnehmer stehen derzeit hier in Lohn und Brot. Man konnte 2009 sogar neue Leute einstellen. Von Wirtschaftskrise ist also glücklicherweise nichts zu merken. „Der Standort Kamenz ist sicher. Wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Auftragslage. Bislang können wir im Vergleich zum Vorjahr schon eine 30- prozentige Umsatzsteigerung verzeichnen“, so Handschug. Der Franke leitet die Firma seit fünf Jahren. Und freut sich über den Aufwärtstrend. „Die letzten Jahre ging es mehr oder weniger immer bergab. Die Talfahrt konnten wir aber mit unserer großen Investition vor zwei Jahren langsam stoppen.“ Ganze zwei Millionen investierte die Firma damals in die Anschaffung einer neuen UC-Matic Fensterfertigungsanlage mit Einzelteilfertigung und später noch einmal in eine Oberflächenbeschichtung der neuesten Generation – den Vier-Schichtaufbau der Farbgebung.
Gerade kommen wieder ein paar riesige Fenster aus dieser vollautomatischen Farbstraße geschwebt. Dunkelbraun sind sie und äußerst individuell gearbeitet. Keine Ware von der Stange eben. Ob quadratisch, rechteckig, rund, oval, dreieckig, mit Schrägelementen oder ohne, ein- oder mehrflügelig, mit oder ohne Oberlicht, kombiniert mit Zierelementen in verschiedenen Optiken, Farben und Sprossen – das Angebot scheint schon im Vorübergehen unüberschaubar groß. Liegt in dieser Individualität der Erfolg begründet?

Export nach Frankreich läuft

„Ich denke schon,“ so Klaus Handschug, „und wahrscheinlich auch im Werkstoff selbst. Holzfenster und - türen sehen gut aus und liegen im Trend, denn Holz gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen und bringt ein Stück Natur ins Wohnen.“ Das Kamenzer Tryba-Werk ist übrigens das einzige der europaweiten, großen Atrya-Gruppe, welches Holzfenster herstellt. Verarbeitet werden hier verleimte Kiefer- beziehungsweise Meranti-Rohlinge, es können aber auch Fichte, Lärche, Eiche oder Eukalyptus eingesetzt werden. Hunderte Fensterelemente warten im Versand sicher verpackt auf ihren Abtransport.
Vor allem wie gesagt nach Frankreich. Dass gerade der Export Heimatland des Mutterwerkes so super läuft, freut alle Beteiligten. „Einige sinnvolle Konjunkturpakete haben dort eben bereits gegriffen. Davon könnte sich Deutschland manchmal noch eine Scheibe abschneiden“, meint Klaus Handschug.

SZ-Artikel als Download:
Tryba Kamenz.pdf